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Fakten zum Thema Herzinfarkt
Entwicklungen über die Zeit von 1999 – 2009:
Ergebnisse des BHIR zu Qualitätskriterien in der Herzinfarkttherapie
Für die Qualität einer Herzinfarktbehandlung sind neben der Sterblichkeit im Krankenhaus auch die leitliniengerechte Akutbehandlung und Arzneimitteltherapie bei der Entlassung wichtig.
Krankenhaussterblichkeit
Hier ist ein erfreulicher Trend zu verzeichnen: die Zahl der Patienten und der Patientinnen, die in den am BHIR beteiligten Kliniken an einem Herzinfarkt starben, ist in den letzten 11 Jahren gesunken und hat inzwischen ein Plateau erreicht.
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Entwicklung von 1999 bis 2009
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Akutbehandlung
Zur Akutbehandlung des Infarkts empfehlen die medizinischen Leitlinien eine wiedereröffnende Therapie (Reperfusion) des verschlossenen Herzkranzgefässes und eine medikamentöse Begleittherapie bestehend aus Acetylsalicylsäure (ASS), Beta-Blockern, ACE-Hemmern und CSE-Hemmern. Bei der Reperfusion wird unterschieden zwischen einer mechanisch-operativen Eröffnung des verschlossenen Gefässes mittels eines Katheters (percutaneous coronary intervention „PCI“) oder einer medikamentösen Auflösung des Gerinnsels mittels eines Thrombolytikums („Lyse“). Die PCI soll bevorzugt eingesetzt werden, wenn ein Krankenhaus mit einem Linksherzkathetermeßplatz innerhalb von 90 Minuten erreicht werden kann. Dies ist in Berlin in der Regel der Fall.
Wie anhand der folgenden Daten deutlich wird, konnte der Einsatz der leitliniengerechten Akutbehandlung der Herzinfarktpatientinnen und -patienten im untersuchten 11 Jahreszeitraum beachtlich gesteigert werden.
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Entwicklung von 1999 bis 2009
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Zeit von Klinikankunft bis Katheterintervention
Die Zeit zwischen Klinikankunft und Katheterintervention (door to balloon time), die nach den Leitlinien für die Gruppe der Herzinfarktpatienten mit ST-Hebungsinfarkt unter 90 Minuten liegen soll, konnte über die Jahre reduziert werden und betrug 2008/2009 im Median 70 Minuten für die mit Notarztwagen erstversorgten Patienten.
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Entwicklung von 1999 bis 2009
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Entlassung
Entlassungsmedikation
Bei Entlassung der Patienten und Patientinnen aus dem Krankenhaus wird in den Leitlinien eine Medikation mit Acetylsalicylsäure, Beta-Blockern, ACE-Hemmern bzw. AT1-Blockern und CSE-Hemmern empfohlen. Auch für die Entlassungsmedikation konnte gezeigt werden, dass die Patienten und Patientinnen inzwischen wesentlich häufiger entsprechend den Leitlinien behandelt werden.
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Entwicklung von 1999 bis 2009
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Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass im Rahmen der Aktivitäten des BHIR eine Zunahme an leitliniengerechter Therapie bei Aufnahme bei gleichzeitiger Abnahme der Krankenhaussterblichkeit, sowie eine Zunahme der leitliniengerechten Therapie bei Entlassung für alle Patientinnen und Patienten gezeigt werden konnte.
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