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Fakten zum Thema Herzinfarkt
Entwicklungen über die Zeit von 2000 – 2007:
Ergebnisse des BHIR zu Qualitätskriterien in der Herzinfarkttherapie
Für die Qualität einer Herzinfarktbehandlung sind neben der Sterblichkeit im Krankenhaus auch Akutbehandlung, Arzneimitteltherapie bei der Entlassung und die Reha-Quote wichtig.
Krankenhaussterblichkeit
Hier ist ein erfreulicher Trend zu verzeichnen: die Zahl der Patienten und der Patientinnen, die in den am BHIR beteiligten Kliniken an einem Herzinfarkt starben, ist in den letzten Jahren gesunken.
Entwicklung von 2000 bis 2007:
Gesamt: - 6%
Männer: - 8%
Frauen: - 4%
Krankenhaussterblichkeit
im BHIR in %
Zur Akutbehandlung des Infarkts empfehlen die medizinischen Leitlinien eine wiedereröffnende Therapie (Reperfusion) des verschlossenen Herzkranzgefässes und eine medikamentöse Begleittherapie bestehend aus Acetylsalicylsäure (ASS), Beta-Blockern, ACE-Hemmern und CSE-Hemmern. Bei der Reperfusion wird unterschieden zwischen einer mechanisch-operativen Eröffnung des verschlossenen Gefässes mittels eines Katheters (percutaneous coronary intervention „PCI“) oder einer medikamentösen Auflösung des Gerinnsels mittels eines Thrombolytikums („Lyse“). Die PCI soll bevorzugt eingesetzt werden, wenn ein Krankenhaus mit einem Linksherzkathetermeßplatz innerhalb von 90 Minuten erreicht werden kann. Dies ist in Berlin in der Regel der Fall.
Wie anhand der folgenden Daten deutlich wird, konnte der Einsatz der leitliniengerechten Akutbehandlung der Herzinfarktpatientinnen und –patienten im untersuchten 7 Jahreszeitraum beachtlich gesteigert werden.
Wiedereröffnende Therapie nach Aufnahme in % im zeitlichen Verlauf
Entwicklung von 2000 bis 2007:
Reperfusion: + 15%
Nur PCI: + 44%
Primäre Lyse: - 29%
Medikamentöse Begleittherapie bei Aufnahme im Krankenhaus im zeitlichen Verlauf in %

Entwicklung von 2000 bis 2007:
ASS: + 4%
Beta-Blocker: + 10%
ACE-Hemmer: + 15%
CSE-Hemmer (erst seit 2001): + 41%
Die Zeit zwischen Klinikankunft und Katheterintervention (door to balloon time), die nach den Leitlinien für die Gruppe der Herzinfarktpatienten mit ST-Hebungsinfarkt unter 90 Minuten liegen soll, konnte über die Jahre reduziert werden und betrug 2006/2007 im Median 75 Minuten für die mit Notarztwagen erstversorgten Patienten.
Zeit zwischen Klinikankunft und Katheterintervention (Median in Minuten)

Entwicklung von 2000 bis 2007
Door to ballon time -21 Min
Entlassung
Entlassungsmedikation
Bei Entlassung der Patienten und Patientinnen aus dem Krankenhaus wird in den Leitlinien eine Medikation mit Acetylsalicylsäure, Beta-Blockern, ACE-Hemmern und CSE-Hemmern empfohlen. Auch für die Entlassungsmedikation konnte gezeigt werden, dass die Patienten und Patientinnen inzwischen wesentlich häufiger entsprechend den Leitlinien behandelt werden.

Zunahme von 2000 bis 2007:
ASS: + 3%
Beta-Blocker: + 7%
ACE-Hemmer: + 11%
CSE-Hemmer: + 31%
„Reha-Quote“
Die Zahl der Entlassungen in die Rehabilitation hat sich in den letzten Jahren erhöht.
Entlassung wohin? in %
Entwicklung von 1999 bis 2005:
Entl. nach Hause: - 22%
Entl. in stat./amb. Reha: + 22%

Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass im Rahmen der Aktivitäten des BHIR eine Zunahme an leitliniengerechter Therapie bei Aufnahme bei gleichzeitiger Abnahme der Krankenhaussterblichkeit, sowie eine Zunahme der leitliniengerechten Therapie bei Entlassung für alle Patientinnen und Patienten gezeigt werden konnte.
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